S5→S7 Peripherie-Adresszuordnung: PEW/PAW/PEB/PAB-Konvertierung
Referenztabelle zur Konvertierung von S5-Peripherie-Adressen (PEW, PAW, PEB, PAB) auf S7-Äquivalente. Analogmodule, direkter E/A-Zugriff und Adresszuweisungs-Unterschiede.
S5→S7 Peripherie-Adresszuordnung: PEW/PAW/PEB/PAB-Konvertierung
Peripherie-Adressen (PEW, PAW, PEB, PAB) ermöglichen direkten Zugriff auf E/A-Module unter Umgehung des Prozessabbilds. In S5 und S7 unterscheiden sich die Adressbereiche. Diese Referenz beschreibt die Konvertierung.
Was sind Peripherie-Adressen?
Normaler E/A-Zugriff liest aus dem Prozessabbild — einem Schnappschuss aller Eingänge am Zyklusbeginn. Peripherie-Zugriff liest/schreibt direkt vom/zum E/A-Modul, außerhalb des Prozessabbild-Aktualisierungszyklus.
Wann Peripherie-Zugriff verwendet wird:
- Analogeingangsmodule (PEW für Analog-Eingangswort)
- Analogausgangsmodule (PAW für Analog-Ausgangswort)
- Schnelle Signale die nicht auf das nächste Prozessabbild warten können
- Diagnose-Lesen von intelligenten Modulen
Adress-Mnemonics: S5 vs. S7
| Zugriff | S5 | S7 (deutsch) | S7 (international) |
|---|---|---|---|
| Peripherie-Eingangsbyte | PEB | PEB | PIB |
| Peripherie-Eingangswort | PEW | PEW | PIW |
| Peripherie-Eingangsdoppelwort | PED | PED | PID |
| Peripherie-Ausgangsbyte | PAB | PAB | PQB |
| Peripherie-Ausgangswort | PAW | PAW | PQW |
| Peripherie-Ausgangsdoppelwort | PAD | PAD | PQD |
Kernpunkt: Die deutschen Mnemonics (PEW, PAW) sind zwischen S5 und S7 identisch. Die konkreten Adressen können sich je nach Hardwarekonfiguration unterscheiden.
Adressbereiche: S5 vs. S7
S5-Adresszuweisung
In S5 sind Peripherie-Adressen fest durch Steckplatzposition bestimmt. Analogmodule lagen typisch ab Adresse 128 (PEW 128 für den ersten Analogeingangskanal).
S7-Adresszuweisung
In S7 sind Peripherie-Adressen konfigurierbar:
- S7-300: Adressen basieren auf Rack/Slot, können aber in HW-Konfig geändert werden
- S7-1500 (TIA Portal): Adressen frei konfigurierbar pro Modul
Migrationsimplikation: S5-Adresse PEW 128 wird NICHT automatisch PEW 128 in S7. Die Adresse hängt davon ab, wo Sie das Analogmodul in der S7-Hardwarekonfiguration einrichten. Explizite Adresszuordnung nötig.
Analogwert-Bereiche
| System | Modultyp | Rohwertbereich |
|---|---|---|
| S5 (Analog) | AI-Modul | Variiert (oft ±2048 oder ±512 bei älteren Modulen) |
| S7-300/400 | SM 331 | 0–27648 (unipolar) oder ±27648 (bipolar) |
| S7-1200/1500 | AI-Modul | 0–27648 (unipolar) |
Migrationsfalle: S5-Analogmodule hatten oft andere Rohwertbereiche als S7. Bei der Migration muss die Analog-Skalierung im Programm an den Bereich des neuen Moduls angepasst werden. Eine Formel für 0–512 ergibt falsche Ergebnisse bei 0–27648.
Direkter Peripherie-Zugriff in SCL
// Analogeingang lesen
rohWert := PEW 256;
// Analogausgang schreiben
PAW 256 := ausgabeWert;
// SCL mit IEC-Adressierung
rohWert := %IW256; // PIW 256
%QW256 := ausgabeWert; // PQW 256
Best Practice auf S7-1500: Direkten Peripherie-Zugriff vermeiden wenn möglich. Prozessabbild verwenden und Prozessabbild-Partitionen (OB6x) für zeitkritische E/A konfigurieren.
Häufig gestellte Fragen
Ändern sich PEW/PAW-Adressen bei S5→S7-Migration?
Mnemonics bleiben gleich. Aber Adressnummern hängen von S7-Hardwarekonfiguration ab — konfigurierbar, nicht fest nach Steckplatz wie in S5.
Wann Peripherie-Zugriff statt Prozessabbild?
Nur für zeitkritische Analogwerte oder Diagnose von intelligenten Modulen. Normale digitale E/A: immer Prozessabbild.
Peripherie-Adressen automatisch zuordnen
PLCcheck Pro identifiziert alle Peripherie-Zugriffe in Ihrem S5-Programm und erzeugt eine Adresszuordnungstabelle für Ihre S7-Hardwarekonfiguration.
S5-Code zur Adresszuordnung hochladen → | Komplette Adress-Mapping-Referenz →
Teil der Adress-Mapping-Referenz. Gepflegt von PLCcheck.ai. Keine Verbindung zu Siemens AG.
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